5. Tag, 8. August 2008
Schade – heute war der letzte Tag unseres Kindercamps; selbst der Himmel sah ein wenig traurig aus, Regen war im Anmarsch. Was den Regen anbetraf, hatten wir auch heute – wie schon die ganze Woche – dennoch großes Glück: Alle Veranstaltungen fanden eh im Trockenen statt.
Draußen in der Welt haben heute die Leute wie die Wilden geheiratet, bei uns war ein ganztägiges Kunstprojekt von und mit dem bekannten Kölner Künstler Joachim Römer angesagt. Unter dem für die Pänz nicht zu verstehenden Thema „konstruktivistisches Recycling“ verbargen sich zwei Aufgaben, die nach kurzer Erläuterung alle verstanden und auch allen großen Spaß machten, nämlich: aus gesammeltem Plastikmüll, den Vater Rhein so im Laufe der Zeit angeschwemmt hat, Kunstwerke zu „basteln“.
Und das sah so aus: Die rote-Bändchen-Gruppe half dem Künstler Joachim Römer einen großen, aus Drahtgeflecht vorbereiteten Wassertropfen mit dem Plastikmüll zu „stopfen“. Die blaue-Bändchen-Gruppe kreierte parallel dazu in der StEB-Eingangshalle ein großes Bodenmosaik aus farblich vorsortiertem Plastikmüll.
Beide Kunstwerke waren so gelungen, dass sie auf der documenta in Kassel garantiert einen Preis gewinnen würden. Es ist schon beachtlich, dass man aus angeschwemmtem Plastikmüll, oder vornehmer ausgedrückt, aus Recyclingmaterial, mit ein wenig Kreativität in kürzester Zeit tatsächlich Kunstobjekte schaffen kann. Anleitung durch einen Künstler wie Joachim Römer ist natürlich Voraussetzung!
Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine ging's dann zum Finale: Alle versammelten sich in der Eingangshalle, wo inzwischen der Recycling-Wassertropfen über dem Recycling-Mosaik schwebte. Und wie das so ist, hatten die Erwachsenen noch viel zu sagen. Zum Beispiel ein großes „Dankeschön“ an den Herrn Professor von der Universität und natürlich seinen Studenten/Innen, die in der Camp-Woche Superarbeit geleistet und spürbar viel Mühe und Zeit im Vorfeld investiert hatten. Mindestens genau so groß war das „Dankeschön“, dass an die verschiedenen Mitarbeiter der StEB und die „Besatzung“ der Villa Öki ging, die sich ohne „Mulln und Knulln“ und ohne sichtbaren Widerstand auch für die außergewöhnlichsten Aufgaben einspannen ließen! Beim Dankesagen zu kurz kam leider die Geschäftsführerin des Kölner Abwasserforums, Marika Weeck, die – kurz und knapp – für alles verantwortlich zeichnete. Deshalb wird es hier, für alle sichtbar, nachgeholt: Ganz herzlichen Dank an Marika Weeck für eine wunderbare Woche „Kinder-Camp für junge Umwelt–Ranger“.
Nach einem gemeinsamen Abschlusslied erhielten alle Kinder ihre eigene KiCa-Zeitung mit ihrem Zertifikat anerkannte(r) Umwelt-Ranger(in) sowie die Arbeitsmappen der ganzen Woche zur Erinnerung.
Et wor „ne superjeile zikk“. Tschüüüüüüüs!













